Verhalten

Schlafpositionen bei Katzen und was sie bedeuten

Sie sehen so wahnsinnig niedlich und auch manchmal unglaublich lustig aus, wenn sie schlafen, doch haben all diese verschiedenen Schlafpositionen bei Katzen auch eine Bedeutung? Ja!

Katzen können bis zu 16 Stunden am Tag schlafen – Bild: Shutterstock / MaxyM

Katzen können bis zu 16 Stunden am Tag schlafen – Bild: Shutterstock / MaxyM

Die Schlafpositionen von Katzen können eine ganze Menge über ihren Gefühlszustand verraten. Da die Samtpfoten um die 16 Stunden pro Tag schlafen, schnarchen und dösen, haben Sie jede Menge Zeit, Ihre Lieblinge zu studieren und herauszufinden, was es im Schlaf über sie zu lernen gibt.

Schlaf ist nicht gleich Schlaf: Entspannen, Dösen, Wachen

Nicht alles, was für Menschen nach Schlaf aussieht, bedeutet tatsächlich, dass Ihr Stubentiger gerade im Reich der Träume schwelgt. So manche Körperhaltung, die wie Schlaf erscheint, ist nur "Tarnung". In Wirklichkeit halten die Katzen gerade Wache oder genießen einfach nur ihren Müßiggang. Offene Augen heißen jedoch nicht zwingend, dass Ihre Miez wirklich wach ist. Wie sich Ihre Katze zur Ruhe bettet, sagt eine Menge darüber aus, wie sicher sie sich fühlt. Außerdem hat das Wetter einen großen Einfluss auf das Schlafverhalten der Tiere: An kalten Tagen rollen sie sich eher zusammen, um Wärme zu speichern, aber an heißen Tagen strecken sie sich gern aus.

Hier sind typische Schlafpositionen Ihrer Katzen und was sie bedeuten:

Katzenschlafposition "Der Halbmond"

Quasi der Klassiker unter den Schlafpositionen bei Katzen: halbmondförmig zusammengerollt. Nur wenn keine unmittelbare Gefahr zu vermuten ist, legen die Tiere sich so hin. Gerade bei Kälte wird so auch recht viel Wärme gespeichert. Den Halbmond gibt es auch noch in der erweiterten Incognito-Version: Dabei vergraben sie das Gesicht unter einer Pfote und ziehen die übrigen Pfoten so eng an den Körper, dass Sie leider nicht mehr mit den verlockend niedlichen Zehen Ihres Stubentigers spielen können. Und genau das sollen Sie in dieser Situation auch nicht, denn ein Salonlöwe, der sich so zusammenrollt, versucht, die Welt auszublenden und will seine Ruhe.

Schlafposition auf vier Pfoten

Bauch und Brust liegen bei dieser Katzenschlafposition auf dem Boden und die Füße sind eng unter den Körper gezogen, sodass sie den Kopf auf beide Vorderpfoten legen können. Die Katze wirkt dabei fast rechteckig, wie ein Laib Weißbrot. Aus einer solchen Schlafposition können die Miezen schnell aufspringen und flüchten. Außerdem wird in dieser erhöhten Position die Lunge entlastet. Wenn Katzen diese Schlafposition wählen, kann das also zwei Bedeutungen haben: Entweder sie sind in verdeckter Lauerstellung, fühlen sich unsicher oder sie haben Atemprobleme.

Unruhiger Schlaf: Können Tiere träumen? Ansehen

Halb geschlossene Augen beim Schlafen

Die Augen sind fast geschlossen und die Katze schaut nur noch durch einen ganz kleinen Spalt. Optisch mag das viel Ähnlichkeit mit Kindern haben, denen langsam die Augen zufallen, aber vor allem während der ersten halben Stunde des Einschlafens sind Katzen in extremer Alarmbereitschaft. Auch wenn sie äußerlich völlig weggedöst wirken, reicht der kleinste Reiz, um sie aufzuschrecken.

Wenn Ihre Katze ein Auge mit ihrer Pfote bedeckt und das andere offen ist, kann es dennoch sein, dass sie schläft, denn Katzen beherrschen wie Delfine oder manche Vogelarten den sogenannten Hemisphärenschlaf. Das bedeutet, dass nur eine Gehirnhälfte schläft, während die andere Wache hält. Daher bleibt auch ein Auge offen.

"Der Schmusehaufen" als Katzenschlafposition

Eng aneinander geschmiegt kuscheln sich zwei oder mehrere Fellnasen zusammen. Dieses Phänomen lässt sich nur bei Katzen beobachten, die sehr vertraut miteinander sind, weshalb es meist bei Samtpfoten vorkommt, die miteinander aufgewachsen sind. Diese Kuschelorgie ist ein Ausdruck tiefer Entspannung und sagt auch, dass sie ihren Schmusepartner als Familie betrachten.

Schlafen mit dem Bauch nach oben

Auf dem Rücken alle Viere von sich streckend – diese Schlafposition ist quasi der Ritterschlag für jeden Katzenhalter, denn nichts zeigt so viel Vertrauen wie diese Schlafposition. Auch wenn es verlockend ist, sollten Sie das bei den meisten Katzen allerdings nicht als Einladung zum Bauchkraulen verstehen.

"Lass mich in Ruhe!": Der Verteidigungsschlaf

Was aussieht, wie Schlaf ist in Wirklichkeit eine genervte Geste: Die Katze rollt sich zusammen und wendet dem Geschehen den Rücken zu. Dabei legt sie den Kopf allerdings nicht ab, wie sie es zum Schlafen tun würde. Stattdessen sind ein oder beide Ohren aufmerksam nach hinten gerichtet. Bevorzugt suchen sich Katzen dafür einen erhöhten Schlafplatz.

Auslöser für dieses Verhalten können Stress oder Schmerzen sein. Wenn Sie dieses Verhalten bei Ihrer Katze häufiger beobachten, konsultieren Sie bitte einen Tierarzt.

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