Tiere und Menschen

Wann Katzen gern mit Menschen kuscheln

Zwar gilt der Hund als bester Freund des Menschen, doch in Wahrheit sind Katzen genauso liebevolle Gefährten. Ein untrügliches Zeichen für Zuneigung ist, wenn die Fellnasen mit Menschen kuscheln. Doch das ist noch längst nicht alles; hier erfahren Sie, was es sonst noch mit diesem niedlichen Katzenverhalten auf sich hat.

Kuscheln ist sooo schön: Diese Katze fühlt sich wohl und geborgen bei ihrem Lieblingsmensch – Shutterstock / Patrizia Tilly

Kuscheln ist sooo schön: Diese Katze fühlt sich wohl und geborgen bei ihrem Lieblingsmensch – Shutterstock / Patrizia Tilly

Die meisten Katzen lieben es, mit Menschen zu kuscheln – vorausgesetzt, sie können es sich selbst aussuchen, wann sie dazu Lust haben. Warum ist das so und welche Gründe stecken hinter der samtpfotigen Verschmustheit?

Katzen brauchen Wärme und Sicherheit

Katzenbabys können erst ab einem Alter von rund drei Wochen ihre Körperwärme selbst regulieren. Bis dahin sind sie darauf angewiesen, sich ganz eng an ihre Katzenmutter und Geschwisterchen zu schmiegen, damit sie nicht auskühlen. Auch später suchen sich Katzen gern die wärmsten Plätze aus, um sich auszuruhen – und da ist es auf dem Schoß des Lieblingsmenschen besonders schön. Genauso wichtig wie Wärme ist Sicherheit für das Wohlbefinden Ihrer Miez. In der freien Natur ist sie diversen Gefahren zum Beispiel durch größere Raubtiere ausgesetzt. Daher ist sie immer auf der Hut und bereit, beim kleinsten unbekannten Geräusch oder Geruch zu flüchten.

Befindet sie sich an einem sicheren Ort, kann sie sich entspannen und ihre Wachsamkeit etwas sinken lassen. Das heißt, wenn Ihre Katze mit Ihnen kuschelt, fühlt sie sich bei Ihnen geborgen und weiß, dass sie Ihnen hundertprozentig vertrauen kann. Katzen kuscheln auch mit Artgenossen und anderen Haustieren, bei denen sie es warm haben und sich sicher fühlen.

Bindung herstellen durch Kuscheln mit Menschen

Kuscheln dient Katzen überdies dazu, eine Bindung herzustellen. Katzenkinder und ihre Familie sowie Katzengruppen in freier Natur schmiegen sich eng aneinander, um ihre Düfte zu durchmischen und einen gemeinsamen Gruppengeruch herzustellen. Dies stärkt den Zusammenhalt und gibt den Fellnasen ein Gefühl von Sicherheit. Das Schmusen ist für ihr Sozialverhalten unverzichtbar. Wenn Katzen mit Menschen kuscheln, behandeln sie sie wie einen Artgenossen aus ihrer Familie und zeigen ihre Zuneigung. Kater Cole in dem Video macht es einmal vor:

Aufmerksamkeit durch Liebesbekundungen

Es ist jedoch nicht immer ganz uneigennützig, wenn Katzen mit Menschen kuscheln. Nicht nur bekommen sie dadurch nicht nur Wärme und Sicherheit, sondern auch Aufmerksamkeit. Und die brauchen sie, wenn sie zum Beispiel Hunger oder Durst haben, ihr Katzenklo mal wieder einer Reinigung bedarf, sie spielen oder nach draußen möchten. Die schlauen Kerlchen lernen schnell, dass wir Menschen bereit sind, ihre Bedürfnisse zu erfüllen, wenn sie zum Kuscheln vorbeikommen.

Das Aufmerksamkeitsschmusen wird für gewöhnlich noch von Miauen und Pfotenstupsen begleitet, um der Forderung Nachdruck zu verleihen. Achtung! Gehört Ihre Katze normalerweise nicht zu den Schmusetigern und zeigt sie plötzlich ohne erkennbaren Grund anhängliches Verhalten, lassen Sie sie vorsichtshalber beim Tierarzt durchchecken – möglicherweise will Sie sie darauf aufmerksam machen, dass sie Schmerzen hat oder krank ist.

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Manche Katzenrassen gelten als besonders zutraulich

Jede Katze hat zwar ihre eigene Persönlichkeit – einige sind zutraulicher als andere – dennoch gibt es bestimmte Katzenrassen, bei der eine anhängliche und verschmuste Art besonders wahrscheinlich ist. Dazu gehören zum Beispiel Ragdoll-Katzen, Maine Coons, Siamkatzen, Britisch Kurzhaar (BKH) und Balinesen. Mehr kuschelbedürftige Fellnasen finden Sie in unserem Ratgeber "Diese Katzenrassen sind besonders anhänglich".

Warum einige Katzen nicht gern mit Menschen kuscheln

Dennoch gibt es Katzen, die nicht gern mit Menschen kuscheln. Dies kann verschiedene Gründe haben. Manche Fellnasen sind einfach von ihrer Persönlichkeit her zurückhaltend und wenig schmusebedürftig. Möglich ist auch, dass Ihre Katze als Baby nicht ausreichend sozialisiert wurde und keinen positiven Kontakt zu Menschen hatte. In diesem Fall warnt sie ihr Instinkt, dass Menschen eine potenzielle Gefahr darstellen, und daher sind sie lieber vorsorglich scheu. Haben die Samtpfoten sogar schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht, werden sie besonders ängstlich in ihrer Gegenwart.

In diesem Fall muss Ihre Katze erst lernen, dass Sie keine Gefahr darstellen. Dies erreichen Sie etwa, indem Sie Ihre Miez zu nichts zwingen und sie in Ruhe lassen sowie selbst ganz ruhig und entspannt bleiben. Sie können es sich zum Beispiel auf der Couch bequem machen und ein Buch lesen – so kann Ihre Fellnase selbst das Tempo bestimmen, mit dem sie Sie beobachtet, Sie einschätzt und sich Ihnen nähert. Zusätzlich können Sie Ihr Vertrauen stärken, indem Sie viel mit ihr spielen, sanft mit ihr sprechen und ihr Leckerlis anbieten.

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