Gefahren

Wenn die Katze Pflanzen frisst: Was Sie tun können

Wenn Ihre Katze Ihre Pflanzen in der Wohnung und auf dem Balkon anknabbert, ist das nicht nur ärgerlich – je nach Art der Pflanze kann es für die Samtpfote auch gefährlich werden. Daher sollten Sie versuchen, Ihrer Katze das Pflanzenknabbern abzugewöhnen. Die oberste Devise dabei: Bieten Sie Alternativen!

Vorsicht: Viele Pflanzen sind giftig für Katzen – Shutterstock / Olga Miltsova

Vorsicht: Viele Pflanzen sind giftig für Katzen – Shutterstock / Olga Miltsova

Kaum ist man aus dem Wohnzimmer, springt die Katze auch schon auf das Fensterbrett und knabbert Ihre Pflanzen an: eine Situation, die einem den letzten Nerv rauben kann. Und da viele Pflanzen giftig für Katzen sind, eine gefährliche Situation obendrein. Mit den richtigen Tipps und Tricks gelingt es Ihnen jedoch, Ihrer Katze dieses „Hobby“ abzugewöhnen.

Machen Sie Pflanzen für Ihre Katze uninteressant

Katzen lieben es, an Pflanzen zu gehen und das Grün anzuknabbern. Um den Schaden Ihrer Zimmer- und Balkonpflanzen möglichst gering zu halten, gilt es, den Samtpfoten den Appetit darauf zu verderben.

Eine Lösung hierfür ist Teebaumöl. Tunken Sie zum Beispiel ein Wattestäbchen in das Öl und stecken Sie es mit der feuchten Seite nach oben in die Erde der betroffenen Zimmerpflanze. In vielen Fällen reicht das schon aus, um Ihren Stubentiger davon abzuhalten, noch einmal einen grünen Snack zu nehmen.

Auf Fernhaltespray sollten Sie hingegen besser verzichten. Zum einen ist der Geruch meist auch für Sie äußerst unangenehm, zum anderen enthalten einige Produkte sehr aggressive Stoffe: Wenn Ihre Katze sich an einer Pflanze vergeht, die Sie mit dem Spray behandelt haben, kann es im schlimmsten Fall zu Verätzungen kommen.

Pflanzen für Katzen unerreichbar aufhängen

Eine weitere Möglichkeit, Ihre Katze von Ihren Pflanzen fernzuhalten, besteht in hängenden Blumentöpfen. Denn Ihre Samtpfote kann zwar vieles – klettern und springen mit eingeschlossen – fliegen kann sie allerdings nicht. Hängen Sie also Ihre Pflanzen einfach an die Decke. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern ist obendrein auch katzenfreundlich.

Langeweile bei Katzen verhindern

Katzen gehen außerdem auch gerne an Pflanzen, wenn sie sich langweilen. Bieten Sie Ihrem Vierbeiner daher ausreichend Beschäftigung – beispielsweise mit geeignetem Katzen-Spielzeug wie Bällen, Stoffmäusen, Katzenangeln oder Fummelbrettern. Und schon sind Ihre Zimmer- und Balkonpflanzen nicht mehr interessant für Ihr Tier.

Viermal gesundes Katzengras für Ihren Stubentiger Ansehen

Katzenfreundliche Pflanzen: Bieten Sie Ihrer Samtpfote Alternativen

Wenn sich Ihr Stubentiger aber nicht vom Pflanzenknabbern abhalten lässt, sollten Sie ihm ungefährliche Alternativen bieten. Insbesondere bei Wohnungskatzen, die selten oder gar nicht draußen sind, empfiehlt es sich beispielsweise, Katzengras zu ziehen.

Es unterstützt nicht nur die Verdauung Ihres Stubentigers, sondern lässt ihn auch nach Lust und Laune an Grünzeug knabbern, ohne dass andere Pflanzen Schaden nehmen. Gut geeignet sind auch andere katzenfreundliche Pflanzen wie Katzenminze und Katzengamander.

Vorsicht: Einige Blumen und Grünpflanzen sind für Samtpfoten giftig. Zur Sicherheit sollten Sie diese entweder gar nicht in Ihrer Wohnung haben oder außer Reichweite Ihrer Katze aufbewahren. Informieren Sie sich am besten auf dieser Liste der für Katzen giftigen Pflanzen.

Katze frisst giftige Pflanze: Was tun?

Sollte es nichtsdestotrotz doch dazu gekommen sein, dass Ihre Katze eine für sie giftige Pflanze gefressen hat, handelt es sich um einen Notfall. Eine Vergiftung geht mit Symptomen wie Durchfall, Erbrechen, Zittern und Speicheln einher.

Fahren Sie auch beim bloßen Verdacht sofort zum Tierarzt! Dieser kann Maßnahmen ergreifen, um das Gift aus dem Körper der Katze zu entfernen.

Welche Pflanzen Sie ohne Bedenken in Ihrem Zuhause aufstellen können, erfahren Sie in unserem Ratgeber "Katzenfreundliche Pflanzen für Balkon und Wohnung".

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