Verhalten

Wenn Katzen Menschen mögen, die keine Katzen mögen

Manchmal ist es wie verhext: Ausgerechnet die Menschen, die keine Katzen mögen, suchen sich die Samtpfoten besonders gern aus, um sie mit Zuneigungsbekundungen zu überschütten. Warum ist das so?

Katzen wollen manchmal einfach nicht gestreichelt werden – Shutterstock / Stefano Cavoretto

Katzen wollen manchmal einfach nicht gestreichelt werden – Shutterstock / Stefano Cavoretto

Wenn Katzenfreunde und Katzenhasser in einem Haushalt mit Fellnasen zu Besuch sind, lässt sich oft ein kurioses Phänomen beobachten: Katzen mögen den Katzenhasser scheinbar lieber als den Menschen, der sie knuddeln möchte. Während die Annäherungsversuche des Katzenfreunds von der Samtpfote abgelehnt werden, können sich die Katzenhasser vor Kuschelattacken kaum retten.

Was mögen Katzen an Menschen?

In der Regel lieben Katzen es, ihre Ruhe zu haben. Hektik, Unruhe, lauten Krach finden sie üblicherweise ganz furchtbar. Fellnasen entscheiden gern selbst, wann und mit wem sie kuscheln oder spielen möchten. Stubentiger mögen es, wenn Menschen gelassen und ausgeglichen sind, mit ruhiger Stimme zu ihnen sprechen und sie zu nichts zwingen.

Katzenhasser machen genau das unabsichtlich richtig: Sie lassen die Katze in Ruhe. Sie starren die Miez nicht an – ein Verhalten, das Fellnasen als bedrohlich empfinden –, sitzen ruhig da und versuchen, die Kuschelschnute zu ignorieren. Katzen mögen solche Menschen und kommen dann neugierig auf sie zu. Dabei werden sie gelegentlich etwas überschwänglich und wollen ihrem "Opfer" unbedingt durch Schmusen und Köpfchen geben zeigen, wie lieb sie es haben.

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Das machen Katzenfreunde aus Versehen falsch

Katzenfreunde hingegen verhalten sich oft so, wie die Miez sich gegenüber dem Katzenhasser benimmt. Sie stürmen auf die Katzen zu, beugen sich vor, schauen ihnen direkt in die Augen und reden möglicherweise auch noch mit einer hohen Stimme auf die Fellnase ein. Das mögen die sensiblen Samtpfoten überhaupt nicht und sie reagieren mit Rückzug.

Schauen Sie sich also am besten ein wenig von der Zurückhaltung der Katzenhasser gegenüber Stubentigern ab, wenn sie Sympathiepunkte bei den friedliebenden Miezis sammeln wollen. Bleiben Sie ruhig und lassen Sie die Fellnasen auf sich zukommen. Sie können ihnen auch mit den Augen "zulächeln", indem Sie sie ganz langsam anblinzeln. Wenn die Miez zurückblinzelt, haben Sie sich einen kleinen Platz in ihrem Katzenherzen gesichert.

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