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Wohnungskatzen: Das Spiel mit dem Menschen

Katzen spielen am liebsten mit Artgenossen. Doch Wohnungskatzen freuen sich auch darüber, wenn ihre Menschen mit ihnen spielen. Die Interaktion mit Herrchen oder Frauchen festigt die Bindung zwischen Katze und Mensch. Außerdem ist das Spielen vor allem für Wohnungskatzen wichtig, um Langeweile vorzubeugen.

Wohnungskatzen: Das Spiel mit dem Menschen – Foto: Shutterstock / Boryana Manzurova

Wohnungskatzen: Das Spiel mit dem Menschen – Foto: Shutterstock / Boryana Manzurova

Katzen brauchen Bewegung und die Möglichkeit, alle ihre Sinne einzusetzen. Freigänger können ihre Fähigkeiten bei der Mäusejagd im Garten und ihren Erkundungsgängen erproben. Wohnungskatzen aber haben diese Option nicht. Da kann sich leicht Langeweile breitmachen. Diese kann bei den Fellnasen mit der Zeit zu Verhaltensproblemen und Depressionen führen. Aus diesem Grund sollten Sie Wohnungskatzen mindestens zu zweit halten – und täglich mit ihnen spielen.

Das Spiel mit dem Menschen als Herausforderung

Nehmen Sie sich am besten jeden Tag zwei- bis dreimal ein paar Minuten Zeit, um mit Ihrem Stubentiger zu spielen. Höchst beliebt sind Spielangeln und Federwedel – vor allem, wenn diese sich unter einer Zeitung oder Decke hin und her bewegen. Einen besonderen Reiz üben Spielzeuge mit Katzenminze oder Baldrian aus.

Keine noch so faule Katze kann außerdem dem flinken roten Punkt aus einem Laserpointer widerstehen. Doch hier ist Vorsicht geboten: Der Lichtstrahl darf nicht auf die Augen der Katze treffen. Achten Sie darauf, dass das Licht von Fensterscheiben und Spiegeln reflektiert werden kann – auch das könnte den Augen Ihrer Katze schaden. Sind Sie sich unsicher, verzichten Sie lieber auf den Laserpointer. Schließlich gibt es noch genügend Alternativen, um mit Ihrer Samtpfote zu spielen.

Artgerechte Haltung einer Wohnungskatze Ansehen

Spiele für Wohnungskatzen selber machen: Tipps

Katzenspielzeuge müssen nicht immer gekauft werden. Mit einfachen Mitteln können Sie ganz leicht Spiele für Ihre Wohnungskatze selber machen. Dabei sollten Sie ein paar Grundregeln beachten:

● Sicherheit geht vor: Verwenden Sie nichts, womit Ihre Katze sich verletzen könnte

● Schützen Sie auch Ihre Finger vor eifrigen Katzenkrallen

● Katzen lieben Spielzeug, das raschelt

● Schnelle Bewegungen im Zickzack wecken den Jagdtrieb Ihrer Fellnase

● Beenden Sie die Spiele mit einem Erfolgserlebnis für Ihre Katze

● Mit anderen Worten: Lassen Sie Ihre Katze gewinnen, sonst ist sie nach dem Spiel frustriert.

Als Bastelmaterial für selbstgemachtes Katzenspielzeug kommen beispielsweise die folgenden Alltagsgegenstände infrage:

● Papierbällchen

● Leere Klopapier- und Küchenpapierrollen

● Zusammengerollte Zeitung

● Kartons, Kartons und noch mehr Kartons!

● Bambusstöcke oder andere unbehandelte, stabile Holzstäbe

● Zweige und Laub aus dem Garten

● Ausrangierte Socken, Stofffetzen und Stofftaschentücher

● Alte Stofftiere

● Schnürsenkel und Lederbänder

Prüfen Sie insbesondere bei alten Stofftieren nach, dass sich nichts beim Spielen lösen kann. Ihre Katze könnte die kleinen Teile sonst verschlucken und ersticken oder einen Darmverschluss erleiden. Lassen Sie Spielzeug vorsichtshalber nicht unbeaufsichtigt herumliegen. In langen Fäden könnte Ihr Haustier sich verheddern oder sich schlimmstenfalls strangulieren. Zudem bleibt das Spielzeug länger spannend für Ihre Katze, wenn Sie es zwischendurch in der Schublade aufbewahren.

Mit Stock, Band und Stofffetzen oder altem Stofftier können Sie eine Spielangel selber basteln. Papierbällchen können Sie Ihre Katze durch die Wohnung jagen lassen. Aus Kartons können Sie ein Labyrinth, Katzentunnel oder eine Katzenburg bauen, aber auch Leckerlis darin unter einem Haufen Laub, Zweigen und Pappschnipseln verstecken. Die zusammengerollte Zeitung lässt sich vor Ihrer Katze hin- und herbewegen, sodass sie versuchen kann, sie zu fangen. Vorsicht! Bei diesem Spiel gibt es eventuell den einen oder anderen Kratzer auf Ihrer Hand. Passen Sie zudem auf, dass Ihr Hauspanther die abgerissenen Zeitungspapierschnipsel nicht frisst.

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Wohnungskatzen aus der Reserve locken

Ist Ihr gemütlicher Salonlöwe auch für das ausgefallenste Spielzeug nicht zu haben? Motivieren Sie ihn mit Futter! Ob Leckerli oder selbstgemachte Snacks aus Fleisch – die Aussicht auf Fresschen macht fast jeden Stubentiger mobil. Werfen Sie einfach ein paar Leckerchen in Anwesenheit Ihrer Katze durch die Gegend und sie wird sich begeistert hinterhermachen.

Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, können Sie das Futter verstecken. Damit die Katze alle Sinne nutzen muss, um an ihre Belohnung zu kommen, eignet sich auch ein Fummelbrett oder Futterufos. Durch diesen spielerischen Umgang mit dem Futter beugen Sie auch Übergewicht vor. Bedenken Sie dabei auch, dass Sie die normalen Essensportionen Ihrer Katze etwas verkleinern, wenn Sie sie beim Spielen mit Leckereien belohnt haben.

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Wohnungskatzen: Das Spiel mit dem Menschen: Alle Kommentare

  • 2016-08-28 21:16:08
    Mike Persano: Hallöchen Betreffend Laserpointer möchte ich hinzufügen dass eben so auf Reflexion der Gegenstände geachtet werden muss wie Glas Aluminium oder alles was glänzt. Viel Spass mit euren Katzen und LG Mike
  • 2013-04-23 14:19:56
    Marie Kastner: So ein Fummelbrett haben wir auch für unsere Katzen gebaut... sie lieben es, aber nach einiger Zeit haben sie es raus und es wird schnell langweilig
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