Katzenrassen im Portrait

Maine-Coon-Katze: Wie ist ihr Charakter?

Nicht nur ihr Aussehen macht die Maine Coon zu einer sehr beliebten Katze, sondern auch ihr feiner Charakter. Der "sanfte Riese" hat sich seinen Spitznamen wahrlich verdient. Gleichzeitig sind die Katzen mit dem wuscheligen, halblangen Fell jedoch auch sehr verspielt und gesellig.

Schön und besonders: Die Maine-Coon-Katze – Bild: Shutterstock / Julia Pivovarova

Schön und besonders: Die Maine-Coon-Katze – Bild: Shutterstock / Julia Pivovarova

Die Coonie – wie die Maine-Coon-Katze auch genannt wird – besticht mit ihrem freundlichen, liebenswerten Charakter, der leisen, hohen Stimme und ihrer unaufdringlichen Art. Sie ist sehr gerne bei ihren Menschen und eine wunderbare Familienkatze mit vielen guten Eigenschaften.

Lieb und verspielt: Die Maine Coon

Die große, kräftige und sehr schöne Katze hat einen anhänglichen, netten und geduldigen Charakter. Kinderlieb und umgänglich wie sie ist, kommt sie mit Jung und Alt gut zurecht – allerdings sollten Kinder katzenerfahren sein und sanft mit ihrem treuen Freund umgehen. Denn selbst, wenn die gutmütige Fellnase in der Regel nicht zu Aggressionen neigt, tut es ihr weh, wenn übermütige Kinder sie am Schwanz ziehen oder am Fell zerren. Sie mag es auch nicht unbedingt, auf den Arm genommen zu werden – sie ist zwar gern überall dabei, aber nicht zwingend eine Schoßkatze. Insgesamt ist die Coonie in Familien, die viel für sie da sind, gut aufgehoben. Sie ist überhaupt nicht fürs alleine sein gemacht. Eine Maine Coon braucht viel Nähe zum Menschen und möglichst auch zu anderen Katzen. Coonies im Doppelpack zu halten, ist deshalb eine gute Idee. Sozial und verträglich, wie sie sind, kommen sie jedoch normalerweise auch mit anderen Katzenrassen und Tieren problemlos zurecht.

Coonies als "Hundekatzen"

Nicht nur als Kitten, sondern auch als Erwachsene ist die Maine-Coon-Katze sehr verspielt und braucht viel Platz zum Toben. Sie liebt es einfach, sich zu bewegen. Ihr Jagdtrieb ist stark ausgeprägt und Fang- und Jagdspiele kommen ihr gerade recht. Allgemein spielt sie sehr gerne mit ihren Menschen. Sie ist ein sehr kluges Tier, mit dem Sie nicht nur Spaß haben werden. Nicht selten werden Coonies als "Hundekatzen" bezeichnet, weil sie nicht nur anhänglich sind, sondern sich beispielsweise fürs Apportieren begeistern lassen und mit ihrer Intelligenz und verträglichen Art Freude am Lernen von Tricks haben. Weitere Ideen dazu finden Sie in unserem Ratgeber "Spielen mit Maine-Coon-Katzen: Praktische Tipps".

Im Umkehrschluss bedeutet dies allerdings auch, dass Coonies sich langweilen und einsam fühlen, wenn sie unterfordert sind, und dann eventuell zu Unsinn neigen. Daher sind ein tierischer Spielkamerad und ausreichend Kletter- und Beschäftigungsmöglichkeiten für die schlauen Samtpfoten dringend zu empfehlen. Achten sie darauf, dass Sie Kratzbäume, Kletterwände und Schlafplätze groß genug für Ihre "sanften Riesen" gestalten. Wenn Sie selbst den Hammer schwingen wollen, finden Sie in unseren Ratgebern "Katzenkratzbaum selber bauen: Ideen und Tipps" und "Kletterwand für Katzen selber bauen: Tipps" entsprechende Hinweise.

Maine-Coon-Katzen artgerecht versorgen: Teil 1 Ansehen

Besonderheiten dieser Katzenrasse

Wer die Maine Coon als Katzenbaby bei sich aufnimmt, wird sich ein bisschen gedulden müssen, bis sie ganz ausgewachsen ist, und sich nicht mehr benimmt wie ein Jungspund: Coonies brauchen ganze vier Jahre, bis Sie Ihre volle Größe erreicht haben und sich wie eine erwachsene Katze benehmen.

Eine weitere hervorstechende Eigenschaft ist, dass die freundlichen Riesen ihre Pfötchen gern für ungewöhnliche Aktivitäten einsetzen. Türen öffnen, Wasser trinken oder Futtern mit den Pfoten: So etwas kommt bei der munteren Katze schon mal vor.

Die Maine-Coon-Katze hat zwar ein leises, feines Stimmchen, ist aber trotzdem oft gesprächig und plaudert gern mit ihren Lieblingsmenschen. Dabei gurren Coonies häufig mehr, als dass sie miauen. Wie sich das anhört, macht Coonie Micmac im folgenden Video einfach mal vor:

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