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Welche Fellfarben und Muster gibt es bei Katzen?

Katzen gibt es in allen möglichen Fellfarben, mit oder ohne Muster. Dabei werden die Farben hauptsächlich durch zwei Farbpigmente bestimmt. Eumelanin sorgt für schwarzes und Phäomelanin für rotes Fell. Doch wie kommt dann die ganze Farbenpracht zustande?

Zeigt her eure Muster, zeigt her eure Farben – Shutterstock / Rita Kochmarjova

Zeigt her eure Muster, zeigt her eure Farben – Shutterstock / Rita Kochmarjova

Jede Katze ist mit ihrem Muster und ihren Fellfarben einzigartig wie eine Schneeflocke. Verantwortlich für die Färbung und Fellzeichnung sind eine Reihe von Genen, die bei jedem Kätzchen individuell gemischt werden.

Die Grundfarben Rot und Schwarz

In der obersten Hautschicht der Katzen sowie in den Haarfollikeln sitzen sogenannte Melanozyten. Das sind Pigmentzellen, die den Farbstoff bilden, der sich schließlich in den Katzenhaaren einlagert und die unterschiedlichen Fellfarben kreiert. Dieser Farbstoff heißt Melanin und ist entweder schwarz (Eumelanin) oder rot (Phäomelanin). Das Eumelanin sorgt außerdem für eine braune Fellfarbe, die auch als chocolate bezeichnet wird und durch sogenannte Karamellisierung zustande kommt. Das Melanin besteht aus unterschiedlich großen Körnchen, die in ihrer Struktur variieren können. Eumelanin-Körnchen sind größer als Phäomelanin-Körnchen und daher dunkler.

Allerdings können die Körnchen mehr oder weniger dicht beieinander liegen, sodass die Farben aufgehellt erscheinen. Die Fellfarben werden dann verdünnt – Schwarz erscheint als Blau, Braun wird Lilac, aus Hellbraun (Zimt) wird Fawn (Rehfarben) und aus Rot wird Creme. Weibliche Katzen können sowohl rotes als auch schwarzes Fell haben, da die Gene, die über die Fellfarben bestimmen, auf dem X-Chromosom sitzen. Katzendamen haben zwei X-Chromosomen und können daher auch beide Farbgene haben. Kater sind normalerweise entweder rot oder schwarz, es sei denn, sie besitzen zusätzlich zum Y-Chromosom zwei X-Chromosomen und nicht nur eines. Dann sind sie jedoch unfruchtbar.

Weiß als Abwesenheit von Fellfarben

An manchen Stellen im Katzenfell können die Melanozyten fehlen, sodass die Stelle dann weiß erscheint. Manche Katzen haben keinerlei Pigmentzellen auf der Haut und sind dann vollständig weiß. Diese Miezis sind jedoch keine Albinos, da sie keine Pigmentzellen besitzen. Bei Albinos sind Melanozyten vorhanden, doch die Produktion von Melanin ist gestört.

Sind die Schmusetiger nur an einigen Stellen weiß gefärbt, spricht man von Scheckung. Dreifarbige Katzen, die als Glückskatzen gelten, besitzen also einerseits die Gene für schwarze und rote Fellfarben, andererseits die Gene für eine Scheckung.

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Tabby-Muster bei Katzen

Die unterschiedlichen Fellfarben können sowohl mit als auch ohne Muster auftreten. Die Fellzeichnungen von Katzen heißen insgesamt Tabby, Samtpfoten ohne Fellzeichnung bezeichnet man als einfarbig oder zweifarbig, wenn die Katze gescheckt ist. Verantwortlich für das Tabby-Muster ist das sogenannte Agouti-Gen. Bei einfarbigen Katzen ist dann vom Nonagouti-Gen die Rede. Tabby-Zeichnungen lassen sich in vier verschiedene Muster unterteilen: getigert, gestromt, getupft und getickt.

Getigerte Katzen haben einen breiten, dunklen Streifen entlang der Wirbelsäule und an den Seiten feinere dunkle Streifen. Auf Englisch heißt die Tigerzeichnung "mackerel". Gestromte Miezen werden auf Englisch und in der Fachsprache als classic oder blotched Tabby bezeichnet. Sie haben eine hübsche dunkle Schmetterlingszeichnung auf den Schulterblättern und in der Mitte der Flanken einen dunklen Fleck, der von dunklen Ringen umkringelt wird. Auf getupftem Fell sind deutlich einzelne Punkte zu erkennen. Getickte Fellfarben erscheinen von weitem einfarbig, doch jedes einzelne Haar ist abwechselnd hell und dunkel gefärbt. Bei Bengalkatzen gibt es durch Einkreuzung der gleichnamigen Wildkatzen zudem das Rosettenmuster. Die Katze ist getupft, doch innerhalb der Flecken befindet sich ein weiterer, heller Fleck.

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