Katzenrassen im Portrait

Welche Katzenrassen ohne Fell gibt es?

Es gibt zwar verschiedene Katzenrassen ohne Fell, sie werden jedoch in der Regel alle als Sphynx-Katzen bezeichnet. Ganz nackt sind die ungewöhnlichen Samtpfoten jedoch selten.

Auch diese Sphynx-Bande gehört zu den Katzenrassen ohne Fell – Bild: Shutterstock / Asichka

Auch diese Sphynx-Bande gehört zu den Katzenrassen ohne Fell – Bild: Shutterstock / Asichka

Meistens haben Katzenrassen ohne Fell zumindest einen feinen Flaum, der die Haut bedeckt. Als ganz haarlos gelten nur Kohona-Katzen, die ursprünglich aus Hawaii kommen.

Sphynx-Katzen: Peterbald, Kohona, Bambino und Co.

Dass es manche Katzenrassen ohne Fell gibt, liegt an einer Laune der Natur. Verschiedene Genmutationen haben dazu geführt, dass diese Stubentiger nur mit leichten, dünnen Härchen beziehungsweise bei den Kohonas ganz ohne Haarfollikel zur Welt gekommen sind. Inzwischen werden einige der "nackten" Katzenrassen bewusst gezüchtet. Bei Don Sphynx und Peterbald-Katzen wird das Gen für Haarlosigkeit dominant vererbt, bei der Canadian Sphynx wird es rezessiv vererbt.

Weitere Varianten der Nacktkatzen sind die kurzbeinige Bambino-Katze, die schlappohrige Ukrainische Levkoy und die sogenannte Elfenkatze, die aus einer Kreuzung von Sphynx und American Curl entstanden ist.

Bei den Sphynx-Katzen können die Babys mit unterschiedlich langem Fell geboren werden. Es wird zwischen Flock, Velours, Brush und Straight unterschieden. Flock bezeichnet einen leichten Flaum, Velours fühlt sich an wie Samt und Brush-Katzen können unterschiedlich lange, teils weich gewellte, teils bürstenartige Haare haben. Straight bedeutet, dass der Nachwuchs mit normalem Katzenfell auf die Welt gekommen ist.

Exotisch und empfindlich: Die Sphynx-Katze Ansehen

Katzenrassen ohne Fell brauchen besondere Pflege

Ohne Fell sind diese Katzenrassen Temperaturschwankungen, Sonnenstrahlen und anderen Witterungsbedingungen schutzlos ausgeliefert. Sie müssen daher äußerst sorgfältig und liebevoll gepflegt werden. Im Winter brauchen die Sphynx-Katzen gegebenenfalls einen zusätzlichen Kälteschutz in Form eines Mantels oder Pullovers, wenn Sie sie nach draußen lassen wollen. Die Kleidung darf Ihre Katze nicht einengen oder in ihrer Bewegung einschränken. Auch sollte sie sich leicht daraus befreien können, falls sie einmal irgendwo hängenbleibt. Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie Ihre Samtpfoten nur gesicherten Freigang im umzäunten Garten oder in einem Gehege bieten – so können Sie stets ein Auge auf sie werfen.

Im Sommer müssen Sie Ihre Sphynx vor ihren Ausflügen eventuell mit Sonnenschutz eincremen. Dieser sollte mindestens Lichtschutzfaktor 20 aufweisen, unparfümiert sowie wasserfest sein und sofort einziehen. Allerdings ist das in der Regel nur bei besonders hellhäutigen Katzenrassen ohne Fell notwendig, um einen Sonnenbrand zu vermeiden.

Auf der Haut mancher Nacktkatzen kann sich übermäßig viel Körperfett ablagern. Die Don Sphynx braucht zum Beispiel alle zwei Wochen ein warmes Bad, damit sie sauber und gesund bleibt. Zudem sollten ihre Krallen regelmäßig gestutzt werden. Wie Ihnen das am besten gelingt, können Sie in unserem Ratgeber "Pflege der Katzenkrallen: Darauf sollten Sie achten" nachlesen.

Katzenrassen ohne Fell: Qualzucht?

Manche Tierschützer sehen die bewusste Zucht von Sphynx-Katzen sehr kritisch, einige sprechen sogar von Qualzucht. Diese liegt dann vor, wenn den Tieren bestimmte Merkmale angezüchtet werden, die mit erheblichen gesundheitlichen Problemen oder Einschränkungen in der Lebensqualität der Tiere einhergehen. Eine solche Zucht ist laut bundesdeutschem Tierschutzgesetz verboten. Es ist jedoch schwer zu sagen, ob Tiere unter rassetypischen Merkmalen leiden oder nicht. Ein Gutachten aus dem Jahr 1999 kam in Bezug auf Katzenassen ohne Fell jedoch zu dem Schluss, dass es den Tieren gut geht, solange sie ihre Tasthaare haben.

Nicht verboten, aber heikel, ist die Zucht von "Nacktkatzen", die noch weitere Mutationen geerbt haben. Da wären beispielsweise die kurzen Beine der Munchkin-Katze bei der Bambino, die Faltohren der Scottish Fold bei der Levkoy oder die verdrehten Ohren der American Curl bei der Elfenkatze. Hier sollte jeder Katzenkäufer seinem Gewissen nach entscheiden, ob er eine solche Zucht unterstützen möchte, oder ob es nicht auch eine "normale" Sphynx-Katze tut.

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