Warum heißt es ...?

Was steckt dahinter, wenn wir Katzenwäsche machen?

Von Katzenwäsche ist immer dann die Rede, wenn sich jemand bei der Reinigung des eigenen Körpers nicht sonderlich viel Mühe gibt. Wasser fließt dabei kaum bis gar nicht und alles geht ganz schnell. Aber ist das nicht das genaue Gegenteil von der Art, wie Katzen sich putzen?

Bei unseren Stubentigern fällt die Katzenwäsche gründlicher aus als bei uns Menschen – Bild: Shutterstock / REDSTARSTUDIO

Bei unseren Stubentigern fällt die Katzenwäsche gründlicher aus als bei uns Menschen – Bild: Shutterstock / REDSTARSTUDIO

Ob Wohnungskatze oder Freigänger – die schnurrenden Vierbeiner sind für ihre intensive Körperpflege bekannt. Zwei bis drei Stunden pro Tag verbringen sie damit, ihr Fell zu putzen. Mithilfe ihrer rauen, noppenbesetzten Zunge und ein wenig Speichel bewahren sich die eleganten Schmusetiger ihre glänzende Fellpracht. Wenn eine Katze also Katzenwäsche betreibt, ist das ganz und gar nicht oberflächlich oder gar nachlässig – eben das exakte Gegenteil von dem, was Menschen tun, wenn sie Katzenwäsche machen.

Wasser marsch! Oder lieber doch nicht ...

Zugegeben: Auch wenn Katzen sich putzen, kommt dabei nicht unbedingt viel Wasser zum Einsatz – das bisschen Speichel kann man wohl vernachlässigen. Das haben die menschliche und die tierische Katzenwäsche also gemeinsam. Und genau hier liegt auch der Ursprung der Redensart "Katzenwäsche machen". Schon die Urahnen der Katzen, die Falbkatzen, waren absolut wasserscheu. Das hängt damit zusammen, dass sie aus Nordafrika stammen, wo das kühle Nass knapp ist. Sollte sich eine Katze also mit Wasser waschen – was tatsächlich ab und zu vorkommt – dann geschieht das äußerst schnell und mit so wenig Kontakt zum ungeliebten Nass wie irgend möglich. Nicht anders ist es bei der menschlichen Katzenwäsche.

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Warum Katzen für die Katzenwäsche kein Wasser brauchen

Unter normalen Umständen brauchen Katzen zur Fellpflege kein Wasser – ihre Katzenzunge ist Waschlappen und Bürste in einem. Die feinen Widerhaken auf der Zungenoberfläche durchkämmen das Fell und befreien es von Schmutz und losen Haaren. Außerdem regt die Katzenzunge die Talgdrüsen der Haut an, sodass diese Fett freigeben. Das verteilt Ihre Katze beim Putzen auf ihrem Fell und imprägniert es auf diese Weise, um sich vor Regen und Kälte zu schützen. Bei der Katzenwäsche sind außerdem die Zähne ein praktisches Hilfsmittel – damit knabbert Ihre Fellnase klebrige Schmutzreste aus ihrem Pelz und pflegt ihre Krallen.

Manchmal braucht Ihre Katze Hilfe bei der Fellpflege, zum Beispiel während des Fellwechsels. Langhaarkatzen müssen hingegen regelmäßig mehrmals die Woche gebürstet werden, da sie sonst beim Putzen zu viele Haare verschlucken und sich zu viele Haarballen bilden. Wenn Katzenbabys in sehr jungen Jahren verwaisen, brauchen Sie ebenfalls Unterstützung bei der Katzenwäsche, da sie es von ihrer Mutter nicht rechtzeitig selbst lernen konnten. Ältere Katzen, die nicht mehr so beweglich sind, können Ihre Hilfe auch gut gebrauchen, da sie von alleine nicht mehr überall herankommen.

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