Krankheitssymptome

Kaninchen-Krankheiten: Gefahren für die Gesundheit

Kaninchen-Krankheiten mag es viele geben, die gute Nachricht ist aber: Ihr Langohr kann bei guten Bedingungen acht bis zwölf Jahre alt werden, dabei äußerst zufrieden sein und Ihnen jede Menge Freude bereiten. Doch auch wenn Sie alles dafür tun, dass es Ihrem Haustier gut geht, kann das Tier krank werden. Es ist wichtig, dass Sie die Symptome schnell erkennen und entsprechend handeln. Dieser Überblick soll Ihnen dabei helfen.

Arten und Symptome der Kaninchen-Krankheiten sind vielfältig – Shutterstock / ABulash

Arten und Symptome der Kaninchen-Krankheiten sind vielfältig – Shutterstock / ABulash

Ist Ihr Energiebündel gesund, ist das Thema Kaninchen-Krankheiten weit entfernt. Der Mümmelmann scheint geradezu chronisch gut gelaunt, bewegt sich gerne, entdeckt seine Umgebung und wirkt wach und voller Elan. Auch Entspannung ist auf keinen Fall als Alarmsignal zu verstehen, seliges Dösen gehört zum Leben Ihres kuscheligen Freundes dazu. Genauso wie eine gesunde Optik des Langohrs: Das Kaninchen hat glänzendes, dicht anliegendes Fell, saubere Geschlechtsöffnungen und nicht verkrustete Augen und Nase. Darüber hinaus sollten Krallen und Zähne nicht übermäßig lang sein, zudem putzt sich Ihr Freund regelmäßig.

Weiteres Anzeichen, dass Ihr Lieblings-Haustier perfekt in Form ist: Die Ausscheidungen präsentieren sich als klar geformte Kotkügelchen oder als schleimüberzogener, weicher Blinddarmkot. In Unterscheidung zu den genannten Merkmalen eines gesunden Tieres zeigen die folgenden Symptome und Anzeichen, dass die Fellnase unter einer der gefürchteten Kaninchen-Krankheiten leidet.

Durch Ernährung verursachte Zahnprobleme

Wenn sich die Backenzähne problematisch abnutzen, kommt es zu scharfen Spitzen und Kanten, die Zunge, Zahnfleisch und Wangen verletzen. Anzeichen für diese Kaninchen-Krankheiten sind leichtes Sabbern beim Fressen, verlangsamtes Fressen, verminderte Heuaufnahme oder Verweigerung der Nahrung. Auch verlängertes Wurzelwachstum kann Probleme bereiten. Symptome sind eine von außen zu tastende Schwellung am Unterkiefer, eine Bindehautentzündung, ein verstopfter Tränenkanal und Eiterbildung in den Augenwinkeln.

Eukaryoten-Infektionen

Kokzidien sind Parasiten, die im Darm zu finden sind. Oft ist es mangelnde Hygiene in der Haltung, die zu einem Befall führt. Anzeichen sind Durchfall, Fressunlust, rasches Abmagern, Wasserverweigerung, ein aufgeblähter Bauch sowie Sekundärerkrankungen der Kaninchen wie Pilzinfektionen durch ein geschwächtes Immunsystem. Die Enzephalitozoonose wird durch einen einzelligen Parasiten ausgelöst. Über den Kontakt mit dem Urin infizierter Tiere steckt sich das Kaninchen an, rund achtzig Prozent der Kaninchenbestände sollen davon betroffen sein. Darüber hinaus gehören auch Meerschweinchen, Ratten und Mäuse zu den möglichen Überträgern. Krankheitssymptome sind Kopfschiefhaltung, Lähmungen, Gleichgewichtsstörungen, fehlende Koordination, sich drehen um die eigene Achse, Seitenlage und veränderte Blutwerte – vor allem bei den Nierenwerten.

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Bakterielle Infektionen

Bei dieser Art der Kaninchen-Krankheiten ist vor allem die Pasteurellose zu nennen, auch als Kaninchen-Schnupfen bezeichnet. Die durch die Pasteurella-multocida-Bakterien ausgelöste Krankheit bricht vor allem dann aus, wenn das Immunsystem des Tieres durch einen Faktoren-Mix aus hoher Bestandsdichte, Stress und Zugluft geschwächt ist. Krankheitsanzeichen sind wässrig-eitriger Nasenausfluss, verklebt-verkrustete Nasenöffnungen, Niesen und eine schwere Atmung.

Virusinfektionen

Die bekanntesten Virusinfektionen bei den Langohren sind die Myxomatose und die sogenannte Chinaseuche (RHD). Diese Kaninchen-Krankheiten werden durch Stechmücken und kontaminiertes Futter übertragen. Der beste Schutz vor den tödlichen Infektionen ist, Ihr Kaninchen regelmäßig impfen zu lassen. Bei der Myxomatose sind die typischen Krankheitsanzeichen Entzündungen und Schwellungen an den Augen, Augenausfluss sowie Bildung von Unterhautödemen. RHD äußerst sich vor allem durch beschleunigte Atmung, Fressunlust, Apathie und Störungen des Allgemeinbefindens. Gemeinerweise können auch sämtliche Anzeichen fehlen, bis der plötzliche Tod eintritt.

Magen-Darm-Erkrankungen

Durchfall und starke Geruchsveränderungen beim Kot können auf verschiedene Kaninchen-Krankheiten hindeuten. Neben einem Besuch beim Tierarzt kann eine Ernährungsumstellung nötig werden. Auch bei Blähungen mit verstopfungsähnlichen Symptomen ist zügig ein Tierarzt zu konsultieren. Trommelsucht betrifft die Gasbildung im Magen durch Futtergärung und kann tödlich verlaufen. Anzeichen sind Blähung des Magens, Vorwölbung in den Brustraum und Atemnot. Ursache einer Magenverstopfung sind meist Ballen aus Fasern, Haaren und Stängeln, die nicht verdaut werden können. Anzeichen für diese Haarballenbildung sind Fressunlust, Apathie, Gewichtsverlust, verminderter bis kein Kotabsatz, Unruhe und ständiges Wechseln der Liegeposition.

Fell- und Hautprobleme

Auch Haut und Fell der Kaninchen können von Erkrankungen betroffen sein. Symptome dafür sind Fellverlust, Verfilzungen und Verfärbungen des Fells, Rötungen der Haut, Bildung von Schuppen oder Krusten sowie Juckreiz. Der Hintergrund sind oft parasitäre Erkrankungen durch Milben, Pilze, Läuse oder Flöhe. Diese werden hauptsächlich durch mangelnde Hygiene im Gehege verursacht.

Was können Sie tun, damit Ihr Kaninchen gesund bleibt?

Wesentliche Faktoren für die Gesundheit Ihres Tieres und für den Schutz vor Kaninchen-Krankheiten sind: artgerechte Ernährung, Frischfutter und viel Heu, ausreichend Bewegung durch viel Auslauf, Haltung mit einem Partnertier, regelmäßiges Impfen, Hygiene und Routineuntersuchungen beim Tierarzt. Darüber hinaus sollte das unnötige Herumtragen der Tiere vermieden werden, um Stürze und Frakturen zu vermeiden.

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