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Mäusekäfig einrichten: Artgerechte Haltung der Nager

Zur artgerechten Haltung von Farbmäusen gehört ein schöner Mäusekäfig mit mehreren Etagen, auf denen sich die Tiere nach Herzenslust austoben können. Was Sie beachten müssen, wenn Sie den Mäusekäfig einrichten, erfahren Sie hier.

So fühlen sich Mäuse wohl: sicherer Unterschlupf aus Naturholz zum Verstecken – Shutterstock / Martina Osmy

So fühlen sich Mäuse wohl: sicherer Unterschlupf aus Naturholz zum Verstecken – Shutterstock / Martina Osmy

Farbmäuse sind leider sehr empfindlich, deswegen müssen Sie bei der Einrichtung des Mäusekäfigs besonders sorgfältig vorgehen. Wichtig ist, dass keine Feuchtigkeit im Gehege entsteht, dass die Einstreu nicht staubt und dass die Tierchen sich nicht verletzen können.

Richtige Einstreu für den Mäusekäfig

Staub kann bei Farbmäusen zu Lungenproblemen führen, die oft lebensgefährlich sind. Außerdem reagieren die Nager sehr sensibel auf Chemikalien und nagen ihre Einstreu gern an. Deswegen ist etwa Katzenstreu gänzlich ungeeignet, wenn Sie den Mäusekäfig einrichten. Die Tiere können es verschlucken und es quellt in ihrem Bauch auf, überdies ist es oft mit unverträglichen Chemikalien versetzt, die der Katze zwar nicht schaden, den wesentlich kleineren und anfälligeren Mäusen aber schon. Eine gute Streu für Mäuse ist saugfähig und beugt Gerüchen vor.

Faserige Einstreu aus Hanf, Mais oder Leinstreu sowie feine Granulate aus Laubhölzern wie Espe, Birke oder Buche sind hingegen gut geeignet. Mäuse graben gern und bauen sich mitunter tiefe Tunnel – geizen Sie also nicht mit der Streu. Darüber hinaus können Sie Ihren Mäusen zeitweise während des Auslaufs oder dauerhaft in sehr großen Gehegen eine Buddelkiste mit ungedüngter Erde oder abgerundetem Quarzsand anbieten, damit sie dort ihrem Instinkt zu graben nachgehen können.

Nistmaterial für die Mäuse zum Einrichten

Farbmäuse haben es außerdem gern warm und kuschelig. Haben sie ausreichend Nistmaterial zur Verfügung, um sich selbst Nester einrichten zu können, sind sie glücklich. Hierzu eignen sich zum Beispiel Taschentücher, Küchenkrepp und Toilettenpapier, sofern sie ohne Zusatzstoffe und Chemikalien sind. Außerdem sind getrocknete Kräuter und Blätter sehr beliebt, da sie nicht nur ein wunderbares Baumaterial für Mäusenester darstellen, sondern den Nagern auch gut schmecken. Heu sollten Sie nur anbieten, wenn es frisch und in Bio-Qualität ist. Älteres oder minderwertiges Heu kann Schimmel enthalten. Grüner Hafer eignet sich ebenso als Nistmaterial bei der Haltung von Mäusen.

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Häuser und Höhlen wichtig für die Haltung

Mäuse sind Beutetiere und sehr gesellig. Daher brauchen sie mehrere Möglichkeiten in ihrem Mäusekäfig, um sich jederzeit zu verstecken. Aus diesem Grund sollten sie gleich mehrere Häuschen, Höhlen und andere Unterschlupfe zur Auswahl haben. In ihren Verstecken schmiegen sich die Mitglieder einer Mäusegruppe gern aneinander; das sollte bei der Größe beachtet werden.

Neben speziellen Häusern für die Nager aus dem Fachhandel sind ausrangierte Kokosnussschalen sowie diverse Tunnel, Brücken, Röhren und Höhlen aus Holz, Kork oder Keramik möglich. Äste, Wurzeln und Zweige von Obstgewächsen, Weiden und Birken aus der Natur verschönern den Mäusekäfig auf ungefährliche Weise. Achten Sie jedoch darauf, dass sie sauber sind und dass keine Lücken darin sind, in die sich die Mäuse verfangen und einklemmen können.

Das richtige Laufrad für Mäuse finden

Ein Laufrad im Mäusekäfig ist eine wunderbare Ergänzung, damit die Tiere ihrem Bewegungsdrang nachkommen können. Allerdings sind nicht alle Laufräder aus dem Handel für sie geeignet. Das Rad muss auf jeden Fall so groß sein, dass die Maus darin in voller Länge Platz hat und sich nicht verbiegen muss – ansonsten kann die Wirbelsäule Schaden nehmen. Zudem sollte die Lauffläche durchgängig sein; befinden sich Lücken darin, kann die Maus mit ihren Pfötchen ausrutschen und sich schwer verletzen. Finger weg auch von Drahträdern mit Speichen an den Seiten. Steckt Ihr Nager seinen Kopf dadurch und das Rad dreht sich, kann auch das böse enden.

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