Verhalten

Meerschweinchen streiten sich: Was tun?

Meerschweinchen sind zwar äußerst gesellig und lieben das Leben in der Gruppe, können aber auch streiten. Um die Harmonie im Käfig zu wahren, sollten Sie zunächst den Grund für die Auseinandersetzungen ermitteln und entsprechend handeln.

Es gibt einige Gründe, warum Meerschweinchen sich manchmal streiten – Shutterstock / Dantyya

Es gibt einige Gründe, warum Meerschweinchen sich manchmal streiten – Shutterstock / Dantyya

Ebenso wie bei uns Zweibeinern kann es unter Meerschweinchen manchmal vorkommen, dass sie sich nicht riechen können. In dem Fall gilt es erst einmal zu beobachten, ob es ein dauerhaftes Problem ist oder ob es nur zeitweise zum Zank kommt. Führen die Streitigkeiten bei Ihren Meerschweinchen zu Verletzungen, müssen Sie jedoch entsprechend schnell handeln.

Streit aufgrund der Rangordnung

Innerhalb einer Meerschweinchengruppe herrscht eine strenge Rangordnung. Diese Hierarchie wird anfangs zunächst festgelegt. Nach einiger Zeit kann es zu Rangordnungskämpfen kommen, wenn ein anderes Tier auf den Chefsessel möchte. Die Tiere machen in diesen Situationen oftmals Geräusche mit den Zähnen oder brummeln. Manchmal stehen ihnen – im wahrsten Sinne – sogar die Haare zu Berge.

Auch wenn solche Streitigkeiten heftig aussehen, weil Fellbüschel durch den Käfig fliegen und die Tiere aufgewühlt umherlaufen: Schreiten Sie dennoch nicht ein. Meist finden diese Auseinandersetzungen nur kurzweilig statt und die Tiere klären ihre Fronten untereinander. Schließlich geht es einfach nur darum, wer der Boss im Käfig ist. Stören Sie diesen Prozess, kommt es höchstwahrscheinlich kurze Zeit später wieder zu Streit.

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Was tun bei häufigen Streitereien?

Kommt es zu Rangeleien im Käfig, dann steht erst einmal Ursachenforschung auf Ihrem Plan. Nur so können Sie einschätzen, ob und wie Sie handeln müssen. Die Spannungen unter Ihren Meerschweinchen können unter anderem folgende Gründe haben:

Zu enger Raum: Um in der Meerschweinchengruppe friedlich miteinander leben zu können, ist der richtige Käfig sehr wichtig. So benötigen die Tiere genügend Platz und ausreichend Unterschlupfmöglichkeiten, damit sie sich auch mal aus dem Weg gehen können. Gerade in Gruppen mit mehreren Böcken sind diese Rückzugsorte besonders wichtig, da hier vermehrt Spannungen auftreten. Herrscht unter Ihren Meerschweinchen oft Unruhe, kann also schon ein größerer Käfig helfen. Schaffen Sie dabei auch mehrere Etagen, damit sich die kleinen Streithähne ausgelassen und frei bewegen können.

Brunstzeit: Viele Frauen kennen das Problem: In manchen Situationen sorgen Hormone für absolutes Gefühlschaos. Weiblichen Meerschweinchen geht es mitunter während der Brunst nicht anders: Die Tiere werden etwas empfindlicher und sind sogar oft mürrisch Ihren Artgenossen gegenüber. Dieser kurzzeitige Streit im Käfig geht meist von alleine wieder vorbei.

Schmerzen: Fällt ein Meerschweinchen in der Gruppe durch ein aggressives Verhalten auf, können auch gesundheitliche Probleme oder Beschwerden dahinterstecken. Bei Juckreiz oder Schmerzen benehmen sich die Tiere selten normal und friedlich. Eher laufen Sie dann nervös im Käfig umher und reagieren ungewohnt gereizt. Gehen Sie mit Ihrem kleinen Meeri lieber zum Tierarzt, um abzuklären, ob es gesund ist.

Unverträglichkeit: Vertragen sich zwei Meerschweinchen überhaupt nicht, kann auch eine endgültige räumliche Trennung vonnöten sein. Das kommt vor allem dann vor, wenn ein neuer Artgenosse den Käfig bezieht. In dem Fall ist aber abzuwägen, ob nicht für einen der beiden Streithähne ein neues Zuhause gesucht wird. Denn Einzelhaltung macht kein Meerschweinchen glücklich.

Es kann aber auch sein, dass Ihr vermeintliches Problemtier nur noch kein Sozialverhalten erlernt hat. Wurde es beispielsweise in jungen Jahren in einem Einzelkäfig gehalten, dann ist das Tier nicht ausreichend vergesellschaftet. Hier gilt es, Geduld mit dem kleinen Meerschweinchen zu haben. Es wird mit der Zeit ein angemessenes Verhalten von den älteren Tieren in der Gruppe erlernen.

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