Gefahren

Osterfeuer: Eine Gefahr für Tiere

Das Osterfeuer ist vielerorts eine feste Tradition. Jahr für Jahr werden in zahlreichen Städten und Gemeinden Feuer entzündet. Doch das, was für Menschen schön anzusehen ist, bedeutet gleichzeitig eine Gefahr für Tiere. Warum, das erfahren Sie hier.

Für welche Tiere stellt das Osterfeuer eine Gefahr dar? - Bild: Shutterstock / Ivonne Wierink

Für welche Tiere stellt das Osterfeuer eine Gefahr dar? - Bild: Shutterstock / Ivonne Wierink

An Ostern ist es an vielen Orten am Karsamstag oder Ostersonntag Tradition, ein Osterfeuer zu entzünden. Es handelt sich hierbei um einen Brauch mit germanisch-heidnischem Ursprung, bei dem Menschen den Beginn des Frühlings feiern. Oftmals werden die Holzbauten für das Osterfeuer bereits einige Tage vor dem Abbrennen fertiggestellt. Das kann jedoch für Tiere sehr gefährlich sein.

Warum sind Osterfeuer eine Gefahr für Tiere?

Ein Haufen aus Holz und Reisig ist der ideale Unterschlupf für Tiere – das Material für das Osterfeuer ist da nicht ausgeschlossen. Aus diesem Grund sollte bereits aufgetürmtes Holz vor dem Entzünden des Osterfeuers noch einmal umgeschichtet werden.

An dem Holzhaufen zu rütteln, reicht nicht aus, um Tiere, die es sich darin gemütlich gemacht haben, zu vertreiben. Statt die Flucht zu ergreifen, würde sie eher ruhig bleiben und sich auch weiterhin verstecken.

Osterfeuer sind unter anderem für Igel bedrohlich - Bild: Shutterstock / Vlasta Kaspar

Osterfeuer sind unter anderem für Igel bedrohlich - Bild: Shutterstock / Vlasta Kaspar

Für welche Tiere stellt das Osterfeuer eine Gefahr dar?

• Vögel

Vogelarten wie Meisen, Rotkehlchen oder aber auch der seltene Zaunkönig nutzen die Osterfeuerbauten gern für ihren Nestbau. Die vorbereiteten Holzberge sind für sie ein optimaler Rückzugsort. Hier können die Vögel vermeintlich in Ruhe brüten.

• Kleinsäuger

Nicht nur Vögel finden Unterschlupf in den scheinbar harmlosen Holzbauten, sondern auch Kleinsäuger wie Feldmäuse oder Marder. Wildkaninchen werden ebenfalls von den Vorbereitungen für das Osterfeuer angezogen. Sie sind zwar schnelle Tiere, aber auch ihnen kann das Feuer zum Verhängnis werden. Darüber hinaus nisten sich bevorzugt Igel darin ein, um ihre Jungen zu bekommen.

• Amphibien

Kröten oder andere Amphibien sind ebenfalls betroffen. Auch für sie stellt das Osterfeuer eine Gefahr dar. Denn gern suchen sie Schutz im schattigen und feuchten Unterholz des Haufens.

Tierschützer warnen

Gerade weil das Brennmaterial für ein Osterfeuer bereits einige Zeit vor dem Abbrennen zusammengetragen wird und viele Tiere es als Versteck oder Brutplatz nutzen, ist es umso wichtiger, die Holzbauten erst kurz vor dem Osterfeuer zu errichten oder nochmal umzuschichten. Das fordern zumindest Tierschützer, unter anderem die der "Animal Rights Watch".

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