Tierpsychologie

Körpersprache bei Katzen: Ohren als Stimmungsradar

Bei Katzen sagt die Körpersprache so einiges über ihre Stimmung aus. Umso wichtiger ist es, diese richtig deuten zu können. So lässt sich einigen Missverständnissen vorbeugen. Insbesondere an den Ohren können Sie erkennen, wie Ihre Samtpfote gerade drauf ist. Hier ein paar Tipps, was die Lauscher Ihres Schmusetigers über seine Stimmung aussagen.

Wer die Körpersprache der Ohren seiner Katze deuten kann, beugt so manchem Missverständnis vor – Foto: Shutterstock / Marjanneke de Jong

Wer die Körpersprache der Ohren seiner Katze deuten kann, beugt so manchem Missverständnis vor – Foto: Shutterstock / Marjanneke de Jong

Dann und wann wäre es so schön, wenn der Stubentiger zur Abwechslung mal antworten könnte. Schließlich gibt es immer wieder Situationen, in denen der Mensch furchtbar gern wüsste, was die Katze zu sagen hat. Zu schön, um wahr zu sein. Aber halt, ganz so abwegig ist dieser Gedanke gar nicht. Mit der ihr eigenen Körpersprache ist Kitty durchaus in der Lage, sich ziemlich eindeutig mitzuteilen. Einen Teil dieser Fertigkeit übernehmen die Ohren. Lesen Sie hier, wie die spitzen Lauscher zu deuten sind.

Körpersprache bei Katzen: Aussagekräftige Ohren

Die Ohren stellen bei Katzen ein leicht zu deutendes Stimmungsbarometer dar. Sie sind sehr flexibel und beweglich, was nicht nur bei der Ortung von Beutetieren von Vorteil ist. Je nach Stellung der Ohren kann Ihr Stubentiger durch diese Körpersprache zeigen, wie er gerade drauf ist. Ist er beispielsweise völlig relaxt und entspannt, sind seine Lauscher leicht nach vorn gerichtet. Blicken Sie Ihrer Katze dabei ins Gesicht, scheint es gerade so, als würden die Ohren seitlich am Kopf sitzen, die Spitzen zeigen schräg nach außen und oben.

Körpersprache bei Katzen: Schwanzstellungen deuten Ansehen

Aufmerksamkeit an den Ohren erkennen

Anders sieht es aus, wenn die Ohren bei Katzen steil aufgerichtet sind, eng beisammenstehen und womöglich sogar leicht nach vorn gerichtet sind. Von Entspannung keine Spur mehr. Allerdings müssen Sie sich auch keine Sorgen machen, dass der Schmusetiger gereizt ist, vielmehr hat irgendetwas seine Aufmerksamkeit auf sich gezogen – vielleicht ein Beutetier? Was es auch ist, das Tier spürt eine innere Spannung, die sich auf etwas Interessantes richtet, das sich in der Nähe befindet.

Die Stellung der Ohren bei Angst oder Aggression

Natürlich existiert auch eine Körpersprache, die auf eine verärgerte oder verängstigte Katze hindeutet. Ist dies der Fall, sind die Ohren dicht an den Körper angelegt. Rührt diese Stellung der Lauscher von Angst, wird der Stubentiger schnell den Rückzug antreten. Sind eher Wut oder Aggression Gründe für die angelegten Ohren, sollten Sie eher nicht mit Rückzug rechnen. Dann ist es an Ihnen, mindestens einen Schritt zurücktreten und die Situation zu entspannen.

Die Ohren als Ausdruck des Zweifels

Auch in diesem Fall geht es Katzen manchmal wie Menschen: Ein Gefühl des Unbehagens, weil eine Situation nicht ganz klar ist. Die Unwissenheit darüber, wie dieser Moment einzuschätzen ist, lässt die Samtpfote zweifeln. Eine Unausgeglichenheit, die sich auch in der Stellung der Ohren zeigt: Das Tier legt ein Ohr an und richtet das andere auf.

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