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Kommunikation: Zusammenführen von Katze und Hund

Katze und Hund sind von Natur aus Feinde? Nein! Es mangelt nur an der richtigen Kommunikation. Hunde- und Katzensprache widersprechen sich an einigen Stellen, was dazu führt, dass die Tiere sich nicht gut verstehen, wenn sie nicht mit der "Fremdsprache" vertraut sind. Hier sind einige Informationen und Tipps zum Zusammenführen von Katze und Hund.

Zusammenführen von Katze und Hund ist oft ein Problem der Kommunikation — Bild: Shutterstock / Nikoner

Zusammenführen von Katze und Hund ist oft ein Problem der Kommunikation — Bild: Shutterstock / Nikoner

Es ist einfach unglücklich: Wenn der Hund fröhlich mit dem Schwanz wedelt, bedeutet dieses in Katzensprache übersetzt Unruhe, Irritation und eine potenzielle Bedrohung. Wenn die Katze freundlich schnurrt, hört der Hund hier ein warnendes Knurren heraus – solche und ähnliche Probleme in der Kommunikation führen zu der wohlbekannten "Feindschaft" zwischen Katze und Hund.

Zwei Welten der Kommunikation

Nur wenn Hund und Katze bereits in jungen Jahren gemeinsam aufwachsen, können sie die Sprache des jeweils anderen sofort verstehen – in späteren Jahren, wenn die Tiere als Erwachsene aufeinandertreffen, kann dies zu einem langen und problematischen Verstehensprozess werden. Die kleinen Bengal-Katzenbabys in dem Video lernen die Hundesprache zum Beispiel von Anfang an und lieben ihren vierbeinigen "Lehrer", den Labrador Tucker:

Hund und Katze: Ähnliche Persönlichkeiten verstehen sich besser

Nicht jeder Hund und jede Katze passen gut zusammen. Wenn Sie noch ein weiteres Haustier dazuholen möchten, sollten Sie daher im Vorfeld gründlich planen und nach einem tierischen Mitbewohner suchen, der ein ähnliches Temperament und Gemüt wie Ihr älteres Tier besitzt. Ein ruhiger Hund verträgt sich am besten mit einer gemütlichen Katzenrasse wie Maine Coon, Ragdoll oder Britisch Kurzhaar (BKH). Ein aktiver Wirbelwind hat hingegen mehr Spaß mit quirligen Katzenrassen wie der Bengal-Katze, der Siamkatze, Cornish Rex oder Abessinierkatze. Außerdem ist die Sympathie meist größer, wenn die Tiere in etwa das gleiche Alter haben. Sind Hund und Katze beide kastriert, kann das ebenfalls zu einem friedlichen Miteinander beitragen.

Bestimmten Hunderassen wird nachgesagt, dass sie sich besser mit Katzen verstehen als andere. Hütehunde zum Beispiel sind in der Regel katzenfreundlicher gesinnt als Jagdhunde. Sie können jedoch auch im Tierheim gezielt nach einem katzenfreundlichen Hund oder einer hundefreundlichen Katze suchen. Sind die Tiere bereits mit Vertretern der anderen Spezies und ihrer Kommunikation vertraut, haben mit ihnen keine schlechten Erfahrungen gemacht, fällt das Zusammenführen von Katze und Hund leichter.

Hund und Katz sind Freunde fürs Leben Ansehen

Hund und Katze aneinander gewöhnen mit Geduld und Vorsicht

Wenn Sie Katze und Hund zusammenführen wollen, sollten Sie dabei sehr behutsam vorgehen. Die Tiere müssen die Möglichkeit haben, sich stressfrei und in Sicherheit zu beschnuppern und langsam kennen zu lernen – und zwar bevor sie leibhaftig aufeinandertreffen. Setzen Sie den Neuankömmling Ihrem älteren Haustier nicht einfach so vor die Nase, sondern bereiten Sie die Begegnung sorgfältig vor. Wichtig: Katzen brauchen immer Verstecke und einen Rückzugsort, zu denen Hunde keinen Zutritt haben, ansonsten bekommen sie Angst, sind verunsichert und stehen permanent unter Stress. Ideal ist ein exklusives Katzenzimmer, wo die Stubentiger ihre Ruhe haben können, sowie ein großer Kratzbaum und der eine oder andere Schlafplatz auf der Fensterbank oder dem Bücherregal.

Hunde freunden sich meist schneller mit Katzen an als umgekehrt, da sie eine recht klare Rudelstruktur gewöhnt sind und aufgrund ihrer Geschichte sich eher am Menschen orientieren als die Samtpfoten. Das heißt, wenn sie merken, dass ihr Frauchen oder Herrchen das miauende Fellknäuel mit Liebe behandelt, akzeptieren sie relativ bald, dass das fremde Wesen zur Familie gehört und schließen es in ihre Hundeherzen. Katzen dagegen sind von Natur aus zurückhaltender, da sie nicht nur Raub- sondern auch Beutetiere sind und sich vor Gefahren schützen müssen. Sie beobachten gern das Geschehen zunächst aus sicherer Distanz, etwa von einem erhöhten Platz aus.

Beim Zusammenführen von Katze und Hund sollten Sie daher die Tiere erst getrennt halten, damit sich der Neuankömmling in aller Ruhe an sein neues Zuhause gewöhnen kann. Anschließend stellen Sie die beiden einander vor, aber so, dass sie sich noch nicht berühren können. Durch ein Baby-Schutzgitter sehen und riechen sich die Tierchen, bleiben aber dennoch in ihrem sicheren Bereich, sodass Sie die Kommunikation des anderen Mitbewohners ohne Stress lernen können. Treffen Hund und Katze dann schließlich aufeinander, sollte der Vierbeiner angeleint sein und die Samtpfote sich jederzeit frei bewegen und bei Bedarf flüchten können. Im nächsten Video sehen Sie noch mehr Tipps:

Zusammenführen von Katze und Hund: Zusätzliche Tipps

Beim Zusammenführen von Katze und Hund können Sie einige Maßnahmen ergreifen, um den beiden zu helfen:

● Vor dem ersten Zusammentreffen sollten Sie beide Tiere gut füttern.

● Gewöhnen Sie die Katze mit einer Hundegebell-CD langsam an die neuen, zunächst bedrohlichen Bell-Geräusche.

● Trennen Sie die beiden Futterplätze voneinander, sodass jedes Tier stressfrei fressen kann.

● Halten Sie Aufsicht, wenn Samtpfote und Kaltschnäuzer zusammen sind, bis Sie sicher sein können, dass die beiden sich vertragen.

● Sorgen Sie für eine ruhige und angenehme Atmosphäre Daheim und haben Sie Geduld beim Zusammenführen von Katze und Hund.

● Achten Sie darauf, dass Sie beide Tiere gleichberechtigt behandeln und keines bevorzugen.

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