Verhalten

Revierverhalten von Katzen und Katern

Ob Freigänger oder Wohnungskatze – jede Samtpfote legt ein instinktives Revierverhalten an den Tag. Treffen mehrere Katzen oder Kater aufeinander, kommt es unter anderem auf den Ort der Begegnung an, ob die Rangordnung ausgefochten wird oder nicht.

Wem gehört das Revier? Diese zwei Katzen fechten es aus – Shutterstock / PNSJ88

Wem gehört das Revier? Diese zwei Katzen fechten es aus – Shutterstock / PNSJ88

Zum Revierverhalten gehört, dass Katzen und Kater ihr Gebiet genau im Blick behalten. Vor allem Freigänger passen gut darauf auf, was sich in ihrem Revier tut, wer neu in der Nachbarschaft ist und wie es um die Rangordnung bestellt ist. Dabei lassen sich Unterschiede zwischen weiblichen Katzen und Katern ausmachen. Das Revierverhalten ist jedoch auch bei Wohnungskatzen vorhanden und kommt zum Tragen, wenn eine zweite Katze oder ein anderes Haustier einzieht. Dann geht es darum, wem welche Schlafplätze gehören, und welche Katze an welchen Orten frisst oder ihr Geschäft verrichtet.

Revierverhalten und Rangordnung bei Katzen

Sowohl weibliche als auch männliche Katzen haben in der Regel ihr festes Revier, wo sie das "Kommando" führen. Weibliche Fellnasen sind normalerweise nicht auf Konfrontation aus, es sei denn, sie haben Junge. Dann verteidigen Sie auf furiose Art und Weise ihr Revier auf Leben und Tod. Ansonsten ist die Rangordnung bei Katzendamen nicht unwiderruflich festgelegt – sie richtet sich vor allem nach der Situation und dem Ort der Begegnung. Katzenmütter genießen dabei den höchsten Rang, kastrierte Katzendamen ohne Nachwuchs hingegen den niedrigsten.

Weibliche Katzen haben neben ihrem angestammten Revier noch Streifwege und Grenzgebiete, wo das Revierverhalten nicht ausgelebt wird. Dort versuchen sie, sich aus dem Weg zu gehen, und erschnüffeln jede für sich die Umgebung. Lässt sich die Begegnung nicht verhindern, vollführen sie eine Art Kennenlerntanz. Sie schleichen umeinander herum, riechen aneinander und versuchen, am Hinterteil ihrer Artgenossin zu schnüffeln. Hebt die eine Katze daraufhin den Schwanz, ist sie freundlich gestimmt. Wenn nicht, faucht sie, verteilt einen Pfotenhieb und sorgt damit für Abstand.

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Revierverhalten: Wenn Kater kämpfen

Kater sind strenger, was ihr Revierverhalten angeht. Bei Katzenherren gibt es üblicherweise eine feste Rangordnung, die zuvor ausgekämpft wurde. Der stärkste und draufgängerischste Kater steht bei der Rangordnung an erster Stelle. Ängstliche, scheue Kater und Jungtiere, die sich zu schnell unterwerfen, stehen in der Rangordnung weit unten. Trotz der strengen Rangordnung lassen Katzenherren meist dem Revierbesitzer den Vortritt.

Die Katerkämpfe werden von lautem Geschrei und Fauchen begleitet und sehen oft sehr erbittert aus. Doch in der Regel wirken die Kämpfe brutaler, als sie sind. Die Kontrahenten können zwar Kratzer und Verletzungen davontragen, doch sind diese meist ein Versehen und verheilen wieder. Die Kater wollen in erster Linie ihre Kräfte messen, ohne ihrem Artgenossen zu schaden. Dennoch sollten Sie die Wunden beobachten und zum Tierarzt gehen, falls sie sich entzünden, nicht verheilen oder Sie beunruhigt sind. Steht die Rangordnung dann fest, belassen es die Katzenherren bei Imponiergehabe, wenn sie ihren Artgenossen begegnen.

Revier markieren mit Duftnoten

Damit alle Katzen wissen, wem ein Gebiet gehört, setzen sie Markierungen in Form von Duftnoten. Bei diesem Revierverhalten benutzen die Samtpfoten meistens Urin. Aber auch, wenn Katzen an Bäumen kratzen oder sich an etwas reiben, setzen sie damit eine Markierung. Vor allem bei unkastrierten Katern kann das Markieren mit Urin für Katzenhalter sehr unangenehm sein, da sie nicht davor zurückschrecken, diesem Revierverhalten auch in der Wohnung nachzugehen.

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