Wussten Sie schon ...?

Was es mit dem Jagdverhalten von Katzen auf sich hat

So verschmust und schnurrig sie auch sind – Katzen bleiben Raubtiere. Ihr Jagdverhalten ist von viel Geduld, Konzentration und Geschicklichkeit geprägt. Samtpfoten bei der Jagd zuzuschauen, ist faszinierend und zugleich ein wenig erschreckend.

Voller Konzentration liegt die Katze auf der Lauer – Shutterstock / Alina Simakova

Voller Konzentration liegt die Katze auf der Lauer – Shutterstock / Alina Simakova

Welche Beute Ihre Katze bevorzugt, um ihr Jagdverhalten auszuleben, ist meist eine Frage persönlicher Vorlieben, richtet sich aber auch nach dem Angebot. Manche Katzen jagen am liebsten Mäuse, andere Frösche, Gartenvögel oder Insekten.

Jagdverhalten ist Katzen angeboren

Das Jagdverhalten ist ein angeborener Instinkt, den alle Katzen schon von Kittenpfötchen an besitzen. In den Raufereien mit ihren Geschwistern und beim Spielen üben die Kätzchen für später, wenn sie selbst auf die Jagd gehen. Das Jagdverhalten bleibt auch bei Wohnungskatzen erhalten, die anstelle von Mäusen oder Vögeln Insekten nachstellen oder sich beim Spielen austoben. Dabei bemerken Sie vielleicht auch, wie Ihr Stubentiger plötzlich Licht und Schatten jagt, die sich auf einmal verändert haben, oder hinter einer Ecke Ihren Füßen auflauert.

Während manche Hunderassen so gezüchtet werden, dass sie möglichst wenig Jagdverhalten an den Tag legen, ist dieses bei Katzen weitgehend erhalten geblieben. Das liegt vermutlich daran, dass bei der Domestizierung der Falbkatze, die als Vorfahrin heutiger Hauskatzen gilt, der Jagdtrieb durchaus erwünscht war. Schließlich hielt die gewiefte Jägerin Haus, Hof und Felder von Schädlingen wie Mäusen frei. Auch heute noch wissen viele Katzenhalter es zu schätzen, wenn Ihre Fellnase darauf achtet, Mäuse und Ratten aus der Wohnung zu vertreiben.

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Ausgefeilte Jagdtechnik: Lauern, Anpirschen, Zuschlagen

Dabei sieht es teilweise schon recht grausam aus, wie eine Katze ihre Beute zur Strecke bringt. Katzen gehen sehr planvoll und raffiniert vor, wenn Sie jagen. Bei ihren Streifzügen durch ihr Revier halten sie die Ohren gespitzt, die Augen der Katze registrieren aufmerksam kleinste Bewegungen in einer Entfernung zwischen zwei und sechs Metern. Manchmal entdecken Katzen ein Mäuseloch oder ein Nest und riechen, dass sich dort Beute befindet. Haben sie ein Beutetier ausgemacht, legen sie sich auf die Lauer – und warten.

Bemerkt die Katze während eines Streifzugs ein Tier, das zu weit entfernt ist, pirscht sie sich ganz langsam heran. Dabei presst sie ihren Bauch nah an den Boden und hält den Oberkörper möglichst ruhig, während ihre Pfoten sie beinahe lautlos vorwärts tragen. Ist sie nah genug dran beziehungsweise kommt das Beutetier aus seinem Versteck hervor, geht sie zum Angriff über. Sie springt hoch, packt die Beute mit ihren Vorderpfoten und stemmt die Hinterpfoten in den Boden, um genug Halt zu finden. Dann bringt sie das Tierchen in die richtige Position, um es mit einem gezielten Nackenbiss zu töten.

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