Ernährungstipps

Flohsamen für Hunde und Katzen: Gut für die Verdauung

Eine funktionierende Verdauung ist sowohl für Menschen als auch für Tiere sehr wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden. Flohsamen für Hunde und Katzen können den Vierbeinern helfen, wenn Magen und Darm einmal nicht so funktionieren, wie gewünscht. Das pflanzliche Hausmittel ist leicht zu dosieren und kann dank wertvoller Ballaststoffe bereits nach kurzer Zeit Wirkung zeigen. Hier erfahren Sie mehr zur Anwendung von Flohsamen.

Tiere nehmen Flohsamen in der Regel gut an – Shutterstock / Dmytro Zinkevych

Tiere nehmen Flohsamen in der Regel gut an – Shutterstock / Dmytro Zinkevych

Im Handel erhalten für Sie die Regulierung der Verdauung sowohl ganze Samenkerne als auch Flohsamenschalen. Flohsamen wurden von der EU als Einzelfuttermittel für alle Tierarten zugelassen und überzeugen vor allem damit, dass sie rein natürlicher Herkunft sind. Nicht umsonst werden die hauptsächlich in Indien und Pakistan geernteten Samen auch zur Verdauungsregulation bei uns Menschen eingesetzt.

Wichtig: Bei ernsthaften Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes sollten Sie umgehend einen Tierarzt hinzuziehen. Flohsamen sind zwar ein effektives Hausmittel, können eine tierärztliche Behandlung bei ernsthaften Beschwerden, etwa anhaltender Verstopfung oder tagelangem Durchfall, jedoch nicht ersetzen.

Wirkung von Flohsamen: Regulierung durch Ballaststoffe

Flohsamen sind reich an Ballaststoffen und wasserbindenden Schleimstoffen, die sich positiv auf die Verdauung von Mensch, Katze, Hund, Pferd und Co. auswirken können. Flohsamen wirken dabei mit einem dualen Mechanismus: Sowohl Durchfall als auch Verstopfung können mit dem pflanzlichen Hausmittel reguliert werden. Die Samen fördern das allgemeine Wohlbefinden, können Allergien lindern, für glänzendes Fell sorgen und wirken gewichtsregulierend. Im Rahmen einer Diät etwa haben die Samen den Vorteil, dass sie aufgrund der ballaststoffreichen Zusammensetzung zu einem schnelleren Sättigungsgefühl führen. Speziell mit Blick auf die Wirkung bei Hunden, eignen sich die Flohsamen auch für Tiere, die unter Analdrüsenproblemen leiden.

So wenden Sie Flohsamen für Hunde an

Flohsamen für Hunde und Katzen lassen sich sehr gut in Form einer Kur anwenden. So können Sie beispielsweise über sechs Wochen täglich aufgequollene Flohsamen ins Hundefutter mischen. Eine mögliche Dosierung könnte sich wie folgt gestalten: Bei Hunden bis zu einem Körpergewicht von 20 Kilogramm mischen Sie einfach 5 Gramm Flohsamen ins tägliche Futter. Bei Vierbeinern ab 21 Kilogramm Körpergewicht mischen Sie 10 Gramm pro Tag in die Tiernahrung. Eine Kur über sechs Wochen hat sich zur Regulierung von Magen-Darm-Beschwerden wie Verstopfung oder Durchfall bewährt.

Besonders wichtig ist es, dass Sie die Flohsamen vorher in Wasser aufquellen lassen – die Samen können ein Vielfaches ihres eigenen Volumens an Flüssigkeit aufnehmen. Saugen sie sich vorher nicht mit Wasser voll, können sie die Flüssigkeit aus dem Hunde- oder Katzenkörper ziehen und zu Verstopfung führen. Geben Sie die Flohsamen für Hunde einfach für etwa eine halbe Stunde in rund 100 Milliliter Wasser.

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So wenden Sie Flohsamen für Katzen an

Auch Katzen springen in der Regel gut auf eine Kur mit Flohsamen an, wobei sich die Anwendungsgebiete nicht groß von denen der Hunde unterscheiden. Ob für die Verdauung, dem Erhöhen des Wohlbefindens oder der Unterstützung im Kampf gegen Übergewicht – die Ballaststoffe erzielen auch bei Katzen in der Regel positive Wirkerfolge. Lassen Sie jeden Tag rund einen Teelöffel Flohsamen für etwa zwei Stunden in 30 bis 40 Milliliter Wasser quellen und mischen Sie die Samen anschließend einfach unter das Katzenfutter. In der Regel werden die Samen sowohl von Katzen als auch von Hunden gut angenommen.

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