Tierschutz

Sotschi 2014: Hunde und Katzen sterben für Olympia

Tierschützer sind empört: Für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi wollen russische Behörden angeblich mehr als 2.000 streunende Hunde und Katzen töten lassen. Die Verantwortlichen lassen sich ihr skandalöses Vorhaben einiges kosten und halten sich auch nicht mit höhnischen Kommentaren zurück.

Olympia 2014 in Sotschi: Für streunende Hunde und Katzen das Todesurteil? — Bild: Shutterstock / cristi180884

Olympia 2014 in Sotschi: Für streunende Hunde und Katzen das Todesurteil? — Bild: Shutterstock / cristi180884

Wieder scheint ein sportliches Großereignis in Osteuropa für einen Tierskandal zu sorgen: Nach der Fußball-Europameisterschaft 2012 in der Ukraine, wollen jetzt russische Behörden die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi angeblich frei von streunenden Hunden und Katzen ausrichten, die es in der Stadt zu Hauf gibt. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf ein Interview des russischen Paralamentsabgeordneten Sergej Kriwonossow mit der Zeitung "RBK Daily".

"Fang, Auswahl und Beseitigung" für mehr als 40.000 Euro

Die Tötung der Streuner sei sogar öffentlich ausgeschrieben worden: Für umgerechnet 42.500 Euro sollen professionelle Tierfänger mehr als 2.000 herrenlose Hunde und Katzen beseitigen. Zitiert wird Kriwonossow mit Worten, die in den Ohren von Tierfreunden einfach nur nach Verhöhnung klingen müssen: "Wir haben eine Verpflichtung gegenüber der internationalen Gemeinschaft", soll er am Mittwoch gegenüber der "RBK Daily" gesagt haben. Weil die streunenden Hunde und Katzen ein nicht zu übersehendes Problem wären, sei ihre Tötung "der schnellste Weg zur Lösung des Problems". Das grausame Motto der Ausschreibung: "Fang, Auswahl und Beseitigung".

So sollte es Hunden und Katzen eigentlich ergehen:

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Diskussion unerwünscht – Tierschützer empört

Ob sich die Verantwortlichen noch umstimmen lassen, scheint fraglich. Laut dem Nachrichtensender n-tv geht es den Verantwortlichen vor allem darum, Russland während der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi in ein gutes Licht zu rücken. Weltweit sind Tierschützer selbstverständlich empört über dieses Vorgehen und fordern dazu auf, das Problem mit den streunenden Hunden und Katzen auf andere Weise zu lösen. Man solle die Tiere stattdessen sterilisieren.

Wann kommt es zu Boykottaufrufen?

Ob es wie bei der Fußball-Europameisterschaft 2012 ebenfalls zu Boykottaufrufen kommen wird, bleibt abzuwarten. Tierfreunde werden sich aber sicher zweimal überlegen, ob Sie nach Russland zu den Spielen reisen oder die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi im Fernsehen verfolgen werden.

 

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Sotschi 2014: Hunde und Katzen sterben für Olympia:

  • 2014-02-06 15:26:38
    Nicole Goedecke: Jedem, der die Veranstaltung plant unterstützt teilnimmt besucht anssieht, klebt das Blut jedes einzelnen dafür umgebrachten Tieres, an den Händen!!!
  • 2014-02-06 12:52:04
    Marina Parsin: Verdammte Schweine! Kein Geld für Tierheime, aber fürs Stadion und für den Tierfang 42.500€! Man sollte lieber die Politiker abschlachten! Hätte mehr Sinn!
  • 2014-02-03 16:53:18
    Astrid Lesch: Was soll das, die Strassen sind nicht unrein, sondern die Westen derer Politker, die solche mörderischen Qualen wollen und zulassen! Das ist so unmöglich, was da geschieht. Keiner dürfte hingehen...!
  • 2013-05-09 12:33:58
    Gabi Klette: bitte laßt die Tiere leben keines darf sterben nur für "Sport"
  • 2013-04-28 16:52:11
    Schöne Maus: keiner soll kommen gehe lieber zu die tieren ok sch...olympia und stadion leer soll sein superrr :)
  • 2013-04-28 16:50:05
    Schöne Maus: lässt die tiere am leben ich betrette kein stadion und kein sport. um das geld können tiere auch am leben bleiben.es kommt wieder schicksal arme tiere i liebe tier
  • 2013-04-19 21:17:48
    Erika Wintermann: Nun lasst doch die Tiere am Leben .es wird keiner die Olympischen Winterspiele verfolgen. alleine darum nicht weil die Tiere da durch Leiden mussten!!!
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