Ausstattung

Meerschweinchen-Außengehege selber bauen: So geht's

Nicht nur Hunde und Katzen freuen sich über Auslauf, Sie können auch Ihren kleinen Lieblingen mit einem Meerschweinchen-Außengehege eine große Freude bereiten. Beim Bauen gilt es allerdings, ein paar Dinge zu beachten, um die Sicherheit der Nager zu gewährleisten.

Dieses Meerschweinchen fühlt sich in seinem Außengehege pudelwohl – Shutterstock / Peter Turner Photography

Dieses Meerschweinchen fühlt sich in seinem Außengehege pudelwohl – Shutterstock / Peter Turner Photography

Vor allem der richtige Standort, genügend Platz und die richtigen Materialien sind wichtig, damit den Meerschweinchen nichts passiert und sie sich richtig wohlfühlen in ihrem neuen Zuhause.

Meerschweinchen-Außengehege: Welche Materialien sich eignen

Wenn Sie ein Meerschweinchen-Außengehege selber bauen möchten, sollten Sie sicherstellen, dass keine Plastikteile verbaut werden, an denen die kleinen Bewohner herumknabbern können. Viele Einlegewannen, die als Boden für das Gehege genutzt werden, sind leider aus Plastik und stellen so ein Gesundheitsrisiko für Ihre Haustiere dar. Besser ist, Sie verwenden Holz oder Keramik. Letzteres lässt sich leicht reinigen und verwittert nicht.

Beim Holz sollten Sie darauf achten, dass es unbehandelt, also frei von Lack oder anderen Mitteln, die vor Feuchtigkeit, Insekten etc. schützen sollen, ist. Diese Stoffe könnten sonst auch in den Meerschweinchenorganismus gelangen und dort gesundheitliche Schäden anrichten. Ansonsten lieben es die Nager auch, frisches Gras zu kauen. Eine Bodenplatte ist also nicht unbedingt notwendig. Als Begrenzung für die Gehegeseiten ist ein Hasendraht aus Metall zu empfehlen.

Meerschweinchen kaufen: Darauf sollten Sie achten Ansehen

Beim Bauen auf die richtige Gehegegröße achten

Wie beim Innengehege sollte auch beim Meerschweinchen-Außengehege ausreichend Platz vorhanden sein. Die Mindestgröße für eine kleine Anlage mit zwei Meerschweinchen beträgt mindesten 2 Quadratmeter. So haben die Tiere die Möglichkeit, sich ausreichend zu bewegen und sich gegebenenfalls aus dem Weg zu gehen. Laut Tierärztlicher Vereinigung für Tierschutz sollte ein Käfig generell nicht kleiner als 120 x 60 Zentimeter sein.

Je größer der Bereich, in dem Meerschweinchen gehalten werden, desto weniger Auslauf benötigen sie beispielsweise in der Wohnung. Auch unterschiedliche Etagen sind bei den Meeris gerne gesehen. Wenn Sie selber bauen, können Sie dies ebenfalls berücksichtigen. Ist das Gehege zu klein, droht die Gefahr, dass die Muskeln der Tiere verkümmern, was zu einer kürzeren Lebenserwartung führen kann.

Der Standort ist entscheidend für das Wohlbefinden

Bevor Sie ein Meerschweinchen-Außengehege bauen, sollten Sie sich Gedanken über den richtigen Standort machen. Der liegt idealerweise etwas abgelegen vom Spielbereich für Kinder, der Straße oder der Terrasse, denn die Nager haben gerne ihre Ruhe und leiden bei zu viel Trubel unter Stress. Allzu windige Ecken sind ebenfalls nicht zu empfehlen, da sich sonst das Risiko für Erkrankungen bei den Meerschweinchen erhöht. Meiden Sie intensive Sonneneinstrahlung und schaffen Sie genug schattige Räume, in die sich Ihre Haustiere bei hohen Temperaturen zurückziehen können.

Mögliche Gefahren im Meerschweinchen-Außengehege

Neben den bereits beschriebenen Risikofaktoren gibt es noch weitere Punkte, über die Sie sich im Klaren sein sollten, bevor Sie ein Meerschweinchen-Außengehege selber bauen. Ist Ihr Liebling keinen Freigang gewohnt, müssen Sie ihm Schritt für Schritt die neuen Bedingungen näher bringen. Lassen Sie Ihre Meerschweinchen nicht zu lange im neuen Gehege und schauen Sie regelmäßig nach, ob es ihnen gut geht. Wichtig: Ein Rückzugsraum, in dem es sich verstecken kann. Hierfür eignen sich beispielsweise kleine Häuschen oder eine versteckte Nische. Dieses Versteck sollte gut isoliert sein, damit die Meeris nicht frieren oder zu viel Hitze ausgesetzt sind.

Auch wenn die Meerschweinchen nicht aus ihrem Gehege klettern, sollten Sie eine Abdeckung bauen. Ansonsten können größere Vögel wie Raben, Krähen oder Elstern die Tiere als leichte Beute ansehen. Obwohl die Nager nicht als gute Buddler wie beispielsweise Kaninchen bekannt sind, gilt es, darauf zu achten, dass sie sich nicht unter den Seitenabgrenzungen des Geheges durchwühlen können. Holzlatten oder Verankerungen im Boden eigenen sich als Schutzmaßnahmen, damit die Meerschweinchen nicht weglaufen.

Diese Themen auf einfachtierisch.de könnten Sie auch interessieren:

Meerschweinchen aus dem Tierheim: Tipps zur Anschaffung

Verhaltensstörungen bei Meerschweinchen erkennen

Meerschweinchen vergesellschaften: So klappt es

01.12.2018 - 10:04 Uhr On the Road again: Der arktische Pinguin-Highway Elegant gekleidete Frackträger auf der Reise durch die endlosen Weiten des Kontinents. Nein, es handelt sich ... Jetzt ansehen
28.11.2018 - 13:06 Uhr Geschenktem Gaul ins Maul gucken? Haben Sie schon einmal ein Pferd geschenkt bekommen? Vermutlich nicht. Dennoch weiß man, dass man einem ... Weiterlesen
22.11.2018 - 16:44 Uhr Frettchen: Ernährung der Mardertiere Die Frettchen-Ernährung sollte möglichst abwechslungsreich sein und überwiegend aus Fleisch bestehen. Die ... Jetzt ansehen
20.11.2018 - 08:55 Uhr Kleiner Elefant ist sehr anhänglich Der kleine Baby-Elefant in dem Video heißt Moyo, ist 14 Monate alt und ein tierischer Frechdachs. Der ... Jetzt ansehen
16.11.2018 - 18:03 Uhr Meerschweinchen vergesellschaften: Tipps Wenn Sie Meerschweinchen vergesellschaften wollen, sollten Sie den Neuzugang nicht einfach so in den Käfig ... Weiterlesen
01.11.2018 - 15:16 Uhr Hamster: Haustiere für Kinder? Die kleinen drolligen Hamster haben eindeutig den Niedlichkeitsbonus verdient. Aber sind sie auch als ... Weiterlesen